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Kommentar
zu der Geschichte „Vom Vergessen“ von Arthur
Schoppenhauer (spätere Menschenzeit:1788-1860):
Aphorismus
zur Lebensweisheit
Dem
intellektuell hochstehenden Menschen gewährt die Einsamkeit
einen zwiefachen Vorteil: erstens den, mit sich selber zu sein,
und zweitens den, nicht mit anderen zu sein. Diesen letzteren
wird man hoch anschlagen, wenn man bedenkt, wieviel Zwang,
Beschwerde und selbst Gefahr jeder Umgang mit sich bringt. Tout
notre mal vient de ne pouvoir être seul, sagt La Bruyère*
Geselligkeit gehört zu den gefährlichen, ja
verderblichen Neigungen, da sie uns in Kontakt bringt mit Wesen,
deren große Mehrzahl moralisch schlecht und intellektuell
stumpf oder verkehrt ist. Der Ungesellige ist einer, der ihrer
nicht bedarf. An sich selber so viel zu haben, dass man der
Gesellschaft nicht bedarf, ist schon deshalb ein großes
Glück, weil fast alle unsere Leiden aus der Gesellschaft
entspringen und die Geistesruhe, welche nächst der
Gesundheit das wesentlichste Element unseres Glückes
ausmacht, durch jede Gesellschaft gefährdet wird und daher
ohne ein bedeutendes Maß von Einsamkeit nicht bestehen
kann. (...)
* Unser ganzes Unglück kommt daher,
dass wir nicht alleine sein können. ( Bruyère
1645 – 1695)
Sarons
Kommentar: Können wir vielleicht deswegen nicht alleine
sein, weil Gott bei Grundlegung der Welt beschlossen hat: „Es
ist nicht gut, dass der Mensch alleine sei.“? 1. Mose 2:18
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