Totentanz


Jedesmal,
wenn ich rote Tränen weine,

lade ich den Tod ein, mit mir zu tanzen.

Wir reichen uns die Hände
Und tanzen Walzer auf denen,
deren rote Tränen versiegten.

Immer schneller!
Euphorie, Trance!
Der Tod und ich tanzend lachend.

Mein Blut beginnt zu trocknen,
der Tanz neigt sich dem Ende zu.
Ich frage den Tod,
ob ich nicht länger hier verweilen darf.
Er streicht über mein Gesicht, Haar
und die Narben meiner Arme,
welche Zeugen sind vergangener Tänze
und gibt mir lachend seine Antwort:


„Bald darfst du ewig hier verweilen,
jedoch hat jede Seele ihren Partner.
Nicht ich bin derjenige,
sondern ein menschliches Wesen,
welches auch oft zum Tanzen zu mir kommt.
Deine Suche wird bald beendet sein
und dann, wenn ihr bereit seid,
dürft ihr auf ewig über die Toten tanzen
zusammen mit den vielen anderen.“
Mit einem Handkuss verabschiedet er sich.

Ich finde mich in der anderen Realität wieder,
das Messer noch in meiner Hand,
das Blut getrocknet.

©1999Silvia

Die Autorin ist dem Herausgeber persönlich bekannt.

Persönlicher Kommentar Sarons zu diesem Problem und Hilfelinks für solche, die sich „schneiden“ etc.




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