Christlicher Impuls

Christlicher Impuls


Impuls: Wünsche

Gleicht das Leben einem Kramladen, der unsere verschiedensten Wünsche erfüllt?
Wir haben so viele und stets kommen neue hinzu. Wir müssen sie sortieren, einordnen.
Welche Wünsche sind so wichtig, dass wir es uns nicht verzeihen würden, sie nicht erfüllt zu haben? Bronnie Ware, eine australische Krankenschwester, hat darüber ein Buch geschrieben. Sie begleitete jahrelang todkranke Patienten und stellte ihnen die Frage:
„Gibt es etwas, dass Sie bereuen und lieber anders gemacht hätten?“ Die Antworten:

1. „Ich hätte so gerne den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben und mich nicht von den Erwartungen anderer leiten zu lassen.“ Jesus sagt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“(Matth. 4:40) Wie dich selbst, nicht weniger, aber auch nicht mehr. Selbstaufgabe wird nicht gefordert. Und welche Erwartungen hat Gott an uns? „Was sich keiner verdienen kann, schenkt Gott in seiner Güte: Er nimmt uns an, durch Jesus.“ (Röm. 3:24) Er nimmt uns an, wie wir sind, ohne jegliche Vorleistung. Ganz stressfrei für uns.

2.
„Ich hätte nicht so hart arbeiten dürfen.“ Paulus empfiehlt seinen Glaubensgeschwistern „dass sie still ihrer Arbeit nachgehen und ihr eigenes Brot essen“ (2.Tess. 3:12) sollen. Arbeit als Broterwerb, von Karriere steht da nichts. Auch Jesus ruhte sich oft aus und versprach: „ich will euch Ruhe geben für eure Seelen.“ (Matth.11:28) und wies an anderer Stelle darauf hin: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort Gottes.“ Es gibt etwas Besseres als Arbeit, nämlich sich mehr Zufriedenheit zu gönnen.

3.
„Ich hätte den Mut haben sollen, meine Gefühle auszudrücken.“ Jesus zeigte seine Gefühle. „Jesus weinte.“ (Joh.11:35) heißt einer der kürzesten Bibelverse. Und: „Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden.“ (Röm 12:15) Also: zeigt eure Gefühle!

4.“Ich hätte mit meinen Freunden in Kontakt bleiben sollen.“ Immer wieder werden wir in der Bibel aufgefordert, Gemeinschaft zu pflegen. „Versäumt nicht die Zusammenkünfte eurer Gemeinde.“ ermahnt uns der Hebräerbrief. Freundschaften sind wichtig, gerade im Alter. Aber sie wollen gepflegt sein, kosten Zeit und Einfühlungsvermögen.

Gott kennt unsere geheimsten Wünsche, möge er uns bei der Verwirklichung der guten helfen, damit wir später einmal nichts zu bereuen haben. Er segne uns.